5 Juli 2012 - 19:30

In der tadschikischen Hauptstadt Doschanbeh ist in Moscheen verboten, den Gebetsruf auszustrahlen.

Das geht aus einem Bericht der iranischen Korannachrichtenagentur Iqna unter Berufung auf eine asiatische Zweigstelle hervor.

 

Gemäß einer neuen Regelung hat das Rathaus der Stadt die Ausstrahlung des Azan durch Moscheen-Lautsprecher untersagt. Wenn der Gebetsruf über Lautsprecher laut erhallt, so kann dies als Ruhestörung bewertet werden.

 

Die Führer und Vertreter anderer Gottesreligionen können sich dadurch gestört fühlen. Der Gebetsruf dürfe deshalb nur im inneren Umkreis der Moschee zu hören sei.

 

Der Bürgermeister von Doschanbeh sagte in diesem Zusammenhang: Wir haben Kameras in den Moscheen der Hauptstadt installieren lassen.

 

Experten meinen, man wolle damit Jugendliche daran hindern, in die Moscheen zu gehen. Dem Bericht zufolge war schon vor rund fünf Jahren im Gemeindeamt der Stadt beschlossen worden, den Gebetsruf bei Moscheen zu verbieten. Im Laufe der Zeit wurde dieses Verbot dann aber aufgehoben.