9 November 2010 - 20:30

Erneut Anschläge auf Christen in Baghdad.

Zehn Tage nach einer blutigen Geiselnahme in einer katholischen Kirche haben Terroristen in Bagdad erneut Christen angegriffen. Drei Menschen starben, als in der Nacht und am frühen Mittwoch Häuser von Angehörigen der christlichen Minderheit in fünf verschiedenen Stadtvierteln mit Granaten und Bomben attackiert wurden. Mehr als 20 Menschen erlitten nach Angaben der Sicherheitskräfte Verletzungen. Der christliche Abgeordnete Jonadam Kanna sagte, es sei ganz offensichtlich das Ziel der Terroristen, die Christen aus dem Irak zu vertreiben. Dies dürfe nicht passieren.
Am Dienstag hatte der amtierende Ministerpräsident Nuri al-Maliki die katholische Kirche besucht, die am 31. Oktober während eines Gottesdienstes von Terroristen überfallen worden war. Er drückte seine Solidarität mit den Christen aus, die den Staat ihrerseits um mehr Schutz baten.