Zehn Tage nach einer blutigen Geiselnahme in einer katholischen Kirche haben Terroristen in Bagdad erneut Christen angegriffen.
Drei Menschen starben, als in der Nacht und am frühen Mittwoch Häuser
von Angehörigen der christlichen Minderheit in fünf verschiedenen
Stadtvierteln mit Granaten und Bomben attackiert wurden. Mehr als 20
Menschen erlitten nach Angaben der Sicherheitskräfte Verletzungen. Der
christliche Abgeordnete Jonadam Kanna sagte, es sei ganz offensichtlich
das Ziel der Terroristen, die Christen aus dem Irak zu vertreiben. Dies
dürfe nicht passieren.
Am
Dienstag hatte der amtierende Ministerpräsident Nuri al-Maliki die
katholische Kirche besucht, die am 31. Oktober während eines
Gottesdienstes von Terroristen überfallen worden war. Er drückte seine
Solidarität mit den Christen aus, die den Staat ihrerseits um mehr
Schutz baten.
9 November 2010 - 20:30
News ID: 212612
Erneut Anschläge auf Christen in Baghdad.