17 September 2010 - 19:30

Der Chef der palästinensischen Autonomiebehörde wies die Aufnahme direkter Gespräche mit Israel ohne Grantien aus den USA zurück.

  Mahmud Abbas betonte am gestrigen Mittwoch bei einer Sitzung des Führungskomitees der Fatah-Bewegung,  dass es unter den gegebeben Umständen zu keinen direkten Gesprächen mit dem zionistischen Regime kommen werde.

"Angesichts dessen, dass die palästinensische Seite bislang keine Antwort zu Sicherheits und Grenzfragen erhalten hat, werde man sich nicht blindgläubig in Verhandlungen stürzen", wurde Abbas laut Farsnews unter Berufung auf die arabischsprachige Blatt Al Scharqol Awsat zitiert. Bis dato sei lediglich eine Antwort aus Washington eingetroffen, die die palästinensischen Grenzen, die Situation des Westjordanlands und den Gazastreifen betrifft, die aber durchaus untransparent ist, so der Fatah-Chef.

Laut den Aussagen Abbas, sei er einem äußerst großen und starken Druck hinsichtlich Aufnahme direkter Gespräche mit dem zionistischen Regime ausgesetzt, dem er sich allerdings nicht beugen wird. Auch stünden Jordanien und Ägypten an der Seite der Palästinenser und lehnen ebenfalls neue direkte Israel-Gespräche ohne einen Stopp der Siedlungsbauaktivitäten und ohne echte und transparente Garantien seitens Washington ab.

Sollte es zu keinen Fortschritten bei den Kompromissverhandlungen von Israelis und Palästinensern kommen, so werde er die UNO anrufen, drohte Abbas.