Mahmud Abbas betonte am gestrigen Mittwoch bei einer Sitzung des
Führungskomitees der Fatah-Bewegung, dass es unter den gegebeben
Umständen zu keinen direkten Gesprächen mit dem zionistischen Regime
kommen werde.
"Angesichts
dessen, dass die palästinensische Seite bislang keine Antwort zu
Sicherheits und Grenzfragen erhalten hat, werde man sich nicht
blindgläubig in Verhandlungen stürzen", wurde Abbas laut Farsnews unter
Berufung auf die arabischsprachige Blatt Al Scharqol Awsat zitiert. Bis
dato sei lediglich eine Antwort aus Washington eingetroffen, die die
palästinensischen Grenzen, die Situation des Westjordanlands und den
Gazastreifen betrifft, die aber durchaus untransparent ist, so der
Fatah-Chef.
Laut den Aussagen Abbas, sei er einem äußerst großen
und starken Druck hinsichtlich Aufnahme direkter Gespräche mit dem
zionistischen Regime ausgesetzt, dem er sich allerdings nicht
beugen wird. Auch stünden Jordanien und Ägypten an der Seite der
Palästinenser und lehnen ebenfalls neue direkte Israel-Gespräche ohne
einen Stopp der Siedlungsbauaktivitäten und ohne echte und transparente
Garantien seitens Washington ab.
Sollte es zu keinen
Fortschritten bei den Kompromissverhandlungen von Israelis und
Palästinensern kommen, so werde er die UNO anrufen, drohte Abbas.
17 September 2010 - 19:30
News ID: 196620
Der Chef der palästinensischen Autonomiebehörde wies die Aufnahme direkter Gespräche mit Israel ohne Grantien aus den USA zurück.