Bei ihrem dreistündigen Treffen im Vertretungsbüro der USA bei der UNO in New York konnten sie aber erneut keine greifbaren Ergebnisse erzielen. Dabei ging es um einen von den USA vorgelegten Resolutionsentwurf. Russlands Vertreter Vitali Tschurkin sprach von guten Verhandlungen, konnte jedoch kein deutliches Ergebnis vorlegen. Auch der chinesische UNO-Botschafter Li Baodong sagte zum Schluss des Treffens: "Es gab konstruktive Beratungen für gegenseitiges Verständnis. Wir sind jedoch nach wie vor für eine Fortsetzung der Verhandlungen mit Iran und eine diplomatische Lösung der Frage. Während Moskau und Peking für eine diplomatische Lösung plädieren, dringen die USA, England, Frankreich und Deutschland auf Sanktionen.Unterdessen kritisierte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu, dessen Land ein nichtständiges Mitglied im Weltsicherheitsrat ist, die Stellungnahme der Gruppe 5+1 und sagte: "Die fünf ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrates und Deutschland haben den Weg des Alleingangs gewählt und informieren die 10 nichtständigen Mitglieder über ihre Beratungen bezüglich der iranischen Atomfrage nicht." Davutoghlu bekräftigte, dass die Türkei im Gegensatz zum Westen der Ansicht ist, dass die iranischen Atomaktivitäten friedlichen Zwecken dienen, weshalb sie keine Gründe für Sanktionen gegen Iran sieht.
16 Juni 2010 - 19:30
News ID: 184480
Die UNO-Botschafter der fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats und Deutschlands haben erneut über das weitere Vorgehen gegen Iran wegen seines Atomprogramms beraten.