Berichten der Nachrichtenagentur Mahr zufolge, die sich auf Al-Mayadeen bezieht, berichtete die hebräischsprachige Zeitung Haaretz, dass der Krieg mit dem Iran den USA nicht nur Milliarden Dollar an Kosten verursacht hat, sondern dass laut neuen Analysen ein großer Teil der teuren Präzisionswaffenvorräte dieses Landes aufgebraucht wurde.
In Fortsetzung dieses Berichts heißt es, dass nach Analysen des Center for Strategic and International Studies (CSIS) die US-Streitkräfte während der 39 Tage des Krieges Tausende von Marschflugkörpern, Abfangjägern und fortgeschrittenen Abfangsystemen eingesetzt haben, was weit über den ersten Schätzungen lag. Zu den Systemen, die besonders beschädigt wurden, gehörten einige Komponenten des amerikanischen Luft- und Raketenabwehrsystems: Tomahawk-Marschflugkörper, Patriot-Abfangraketen, THAAD-Systeme sowie SM-3- und SM-6-Raketen.
Laut diesem Bericht waren diese Systeme nicht für eine einzelne Operationsszene vorgesehen, sondern gelten selbst in viel umfassenderen Szenarien als strategische Vermögenswerte für die USA. Es wird geschätzt, dass ein Tomahawk-Marschflugkörper etwa 2,6 Millionen Dollar, eine SM-3-Rakete etwa 28,7 Millionen Dollar, eine SM-6 etwa 5,3 Millionen Dollar, ein THAAD-System etwa 15,5 Millionen Dollar und eine Patriot-Rakete etwa 3,9 Millionen Dollar kostet.
Haaretz betonte, dass sich die Kosten, wenn man diese Kosten mit Tausenden von Abschüssen über wenige Wochen kombiniert, in sehr kurzer Zeit auf Milliarden Dollar belaufen. Nach diesen Schätzungen haben die USA während des Krieges mehr als 850 Tomahawk-Marschflugkörper eingesetzt. Es wurde auch berichtet, dass Tausende von Patriot-Raketen eingesetzt wurden.
Das Problem liegt jedoch nicht nur in der Menge der verwendeten Vorräte, sondern in der sehr langsamen Auffüllung der Lagerbestände. Für einige Systeme schätzen die Hersteller, dass die Zeitspanne zwischen Bestellung und Lieferung bis zu vier Jahre betragen kann. Analysten glauben, dass sich herausstellen könnte, dass die aktuellen Vorräte gefährlich niedrig sind, wenn die USA gezwungen wären, sich in einem anderen großen Konflikt, beispielsweise mit China, zu verwickeln.
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