Wie die Internationale Nachrichtenagentur Ahl-ul-Bayt (ABNA) berichtet, haben Beamte beider Länder trotz des Rückgangs des Handelsvolumens zwischen der Türkei und Russland auf etwa 49 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr die Bedeutung der Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen und der Erreichung des Ziels von 100 Milliarden Dollar Handel in den nächsten fünf Jahren betont.
Türkische Experten wie Semir Salih beschreiben Russland als strukturellen Faktor in der Gleichung der nationalen Sicherheit und Wirtschaft der Türkei. Er betont, dass Ankara unter Einhaltung der UN-Sanktionen nicht den einseitigen Sanktionen der USA oder der EU beigetreten ist und versucht, jegliche finanziellen Spannungen zu vermeiden, die das Bankensystem des Landes gefährden könnten.
Energie; strategische Achse der Beziehungen
Die Türkei importiert etwa 40 % ihres Erdgases aus Russland; dies hat die Energiezusammenarbeit zur strategischen Achse der Beziehungen zwischen den beiden Ländern gemacht. Die Pipelines TurkStream und Blue Stream sind weiterhin in Betrieb, und das Kernkraftwerksprojekt Akkuyu wird mit russischer Unterstützung umgesetzt.
Gleichzeitig ausgewogene Beziehungen zu den USA und dem Westen
Neben der Zusammenarbeit mit Moskau hat Ankara auch seine wirtschaftlichen Beziehungen zu den USA ausgebaut und Abkommen über den Import von Flüssigerdgas mit Unternehmen wie ExxonMobil und Shell unterzeichnet.
Gemeinsame wirtschaftliche Roadmap
Vehbi Baysan, ein türkischer Analyst, ist der Ansicht, dass das Netz gegenseitiger Interessen die Kontinuität der Beziehungen gewährleistet. Er verweist auf den kürzlichen Besuch von Alexander Nowak in Istanbul und die Treffen mit Ömer Bolat und Alp Arslan Bayraktar, bei denen die Entwicklung der Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Industrie, Bankwesen und Energie erörtert wurde.
Die beiden Länder betonten auch die Notwendigkeit einer stärkeren Nutzung nationaler Währungen im Zahlungsverkehr, der Entwicklung eines Gashandelszentrums in der Türkei und des Ausbaus der Investitionszusammenarbeit.
Insgesamt versucht die Türkei mit ihrer Strategie der "aktiven Balance", unter Wahrung der Beziehungen zum Westen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland auf strategischer Ebene fortzusetzen; ein Ansatz, der das gleichzeitige Management geopolitischer Rivalitäten und wirtschaftlicher Interessen in einem komplexen und multipolaren Umfeld demonstriert.
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