Wie die Internationale Nachrichtenagentur Ahl-ul-Bayt (ABNA) berichtet, hat ein neuer Konflikt die Beziehungen zwischen Irak und Kuwait überschattet; eine Krise, die mit der Aktion Bagdads begann, bei den Vereinten Nationen eine "Karte und eine Liste der Seekordinaten" zu registrieren, und mit dem offiziellen Protest Kuwaits und der Unterstützung einiger arabischer Golfstaaten in eine neue Phase eingetreten ist.
Kuwait erklärte, dass die vom Irak registrierten Dokumente die Souveränität dieses Landes über einige Seegebiete und Gewässer im Gebiet Khor Abdullah in Frage stellen; Gebiete, die nach Angaben kuwaitischer Beamter niemals Gegenstand eines Streits über die vollständige Souveränität Kuwaits waren. Demgegenüber betonte Bagdad, dass die Festlegung der Seegrenzen und -zonen eine ausschließlich souveräne Angelegenheit sei und kein Staat das Recht habe, sich darin einzumischen.
Offizieller Protest Kuwaits und Vorladung des irakischen Diplomaten
Das kuwaitische Außenministerium gab am 21. Februar dieses Jahres bekannt, dass es den Geschäftsträger der irakischen Botschaft in Kuwait einbestellt und ihm eine offizielle Protestnote dieses Landes übergeben habe.
Kuwait erklärte, Bagdad habe bei der UNO eine Liste geografischer Koordinaten und eine Karte registriert, die Behauptungen über irakische Seegebiete enthielten. Laut kuwaitischen Beamten verletzen diese Dokumente die Souveränität Kuwaits über Seegebiete und Wassererhebungen, darunter "Fascht al-Qaid" und "Fascht al-Aidsch"; Gebiete, die, so die Betonung Kuwaits, nie Gegenstand eines Streits über die Souveränität waren.
Kuwait forderte Irak auf, sich an die Regeln des Völkerrechts, die Bestimmungen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen von 1982 sowie an die bilateralen Abkommen und Vereinbarungen zwischen den beiden Ländern zu halten.
Erläuterung Bagdads; Handeln im Rahmen des Völkerrechts
Als Reaktion darauf gab das irakische Außenministerium bekannt, dass es am 19. Januar und 9. Februar 2026 eine Liste der geografischen Koordinaten zusammen mit der entsprechenden Karte in Übereinstimmung mit dem Seerechtsübereinkommen bei der UNO registriert habe.
Nach Angaben Bagdads umfassen diese Koordinaten die Festlegung der geraden Basislinien, der Basislinien bei Niedrigstwasser, der Grenze des Küstenmeeres, der Anschlusszone, der ausschließlichen Wirtschaftszone und des Festlandsockels des Irak. Irak präzisierte, dass diese neue Registrierung die vorherigen Registrierungen aus dem Jahr 2011 ersetzt und im Rahmen der Aktualisierung der maritimen Daten des Landes und der Erhöhung der rechtlichen Transparenz erfolgt sei.
Auch Fuad Hussein, der irakische Außenminister, erklärte, dass Kuwait bereits 2014 ohne Konsultation mit Bagdad seine Seekarten bei der UNO registriert habe und Irak erst kürzlich eine ähnliche Aktion durchgeführt habe.
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