22 Februar 2026 - 09:45
Source: ABNA
Wandel des Diskurses von Fremdenfeindlichkeit zur Islamfeindlichkeit; neuer Vorwand für republikanische Kandidaten in den USA

Die antiislamischen Äußerungen einiger republikanischer Kandidaten in Texas, einschließlich der Forderung nach einem Verbot islamischer Symbole, haben eine Welle der Kritik ausgelöst und die Besorgnis über die Zunahme der Islamophobie im US-Wahlkampf verstärkt.

Laut der internationalen Nachrichtenagentur Ahl al-Bayt (ABNA) – Die Äußerungen einiger republikanischer Kandidaten in den Vereinigten Staaten über Muslime haben eine Welle der Kritik und Besorgnis über die Zunahme des antiislamischen Diskurses im Wahlkampf, insbesondere im Bundesstaat Texas, ausgelöst.

Im jüngsten Fall forderte Larry Brock, ein Kandidat für die State Legislature, bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Nähe von Dallas ein Verbot von Kleidungsstücken wie Burka, Hijab und Niqab sowie ein Verbot von Halal-Speisen und der Durchführung von Veranstaltungen im Monat Ramadan. Diese Äußerungen stießen in politischen und medialen Kreisen auf breite Resonanz.

Berichte deuten auch auf die Vorlage ähnlicher Positionen durch andere republikanische Politiker hin, einschließlich der Verbreitung von Werbung mit Behauptungen über eine massive Einreise von Muslimen nach Amerika und zunehmende Sicherheitsbedrohungen. Einige Kandidaten haben auch dazu aufgerufen, gegen das vorzugehen, was sie als "Ausbreitung der Scharia" bezeichnen.

Auf Landesebene hatte der texanische Gouverneur Greg Abbott zuvor per Exekutivanordnung einige islamische Organisationen, darunter die Muslimbruderschaft und eine muslimische Bürgerorganisation, auf die Liste der Terrororganisationen gesetzt; ein Schritt, der weitreichende rechtliche und politische Reaktionen hervorrief. Auch der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton bezeichnete ein Bauprojekt für einen Wohnkomplex im Zusammenhang mit einem islamischen Zentrum als "potenzielle Scharia-Stadt" und versprach, es zu überprüfen.

Politische Beobachter sind der Ansicht, dass die Verschärfung dieser Positionen zu einem Zeitpunkt erfolgt, an dem das Thema Einwanderung als traditionelle Achse des Wahlkampfs an früherer Wirksamkeit verloren hat und einige Strömungen sich Identitäts- und Kulturfragen zugewandt haben. Diese Entwicklungen haben die Besorgnis über die sozialen und politischen Folgen der zunehmenden Islamophobie in der US-Wahlkampfatmosphäre verstärkt.

Your Comment

You are replying to: .
captcha