21 Oktober 2025 - 17:21
Source: ABNA
Japan lehnt Trumps Forderung ab: Importe von russischem Öl und Gas werden fortgesetzt

Der japanische Handelsminister betonte als Reaktion auf den Druck der USA, den Kauf von russischem Öl und Gas einzustellen, dass jede Entscheidung über Energieimporte auf den nationalen Interessen Japans basieren werde.

Laut der Nachrichtenagentur Abna unter Berufung auf Reuters erklärte Yuji Muto, der japanische Handelsminister, als Reaktion auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump, den Kauf von russischem Öl und Gas einzustellen, dass Japan eine Entscheidung in dieser Angelegenheit auf der Grundlage der nationalen Interessen des Landes treffen werde.

Der US-Finanzminister Scott Bassent sagte letzte Woche dem japanischen Finanzminister Katsunobu Kato, dass die Trump-Regierung erwarte, dass Tokio die Energieimporte aus Russland einstellt. Es wird erwartet, dass Trump Ende dieses Monats Asien besuchen wird.

Als Reaktion auf den Angriff Moskaus auf die Ukraine im Februar 2022 hat Tokio mit anderen G7-Ländern vereinbart, die russischen Ölimporte schrittweise einzustellen.

Allerdings kauft Japan weiterhin Flüssigerdgas (LNG) aus dem Sachalin-2-Projekt; ein Projekt, das für die Energiesicherheit Japans von entscheidender Bedeutung ist, da es etwa 9 Prozent der LNG-Importe des Landes ausmacht.

Muto sagte zu dieser Forderung, ohne die Äußerungen von Bassent direkt zu erwähnen: „Seit dem Angriff auf die Ukraine hat Japan seine Abhängigkeit von russischer Energie stetig reduziert.“

Er fügte hinzu und wies darauf hin, dass etwa drei Prozent des gesamten japanischen Stroms über das Sachalin-2-Projekt geliefert werden: „Wir wissen, dass Flüssigerdgas aus dem Sachalin-2-Projekt eine sehr wichtige Rolle für die Energiesicherheit Japans spielt.“

Der japanische Handelsminister fügte hinzu, dass das Land beabsichtige, die enge Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft, einschließlich der G7, aufrechtzuerhalten.

Washington übt durch Handelsgespräche Druck auf China, Indien und Japan aus, ihre Käufe von russischem Öl und Erdgas zu reduzieren. Gleichzeitig hat Großbritannien Sanktionen gegen chinesische und indische Unternehmen verhängt. Auch die Verhängung weiterer Sanktionen durch die Europäische Union ist möglich. Westliche Länder behaupten, Moskau verwende die Einnahmen aus Energieverkäufen zur Finanzierung des Krieges in der Ukraine.

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