Die Differenzen seien noch nicht ausgeräumt, hieß es aus iranischen Verhandlungskreisen am Freitag in Wien. Seit Montag arbeiten die UN-Vetomächte (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien) sowie Deutschland mit dem Iran am Entwurf für eine Einigung im seit mehr als zehn Jahren dauernden Atomstreit. Die fünfte Verhandlungsrunde sollte am Freitag zu Ende gehen. Voraussichtlich am 2. Juli sollen in Wien weitere Gespräche folgen. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hofft trotz der aktuell schwierigen Phase auf eine fristgerechte Einigung bis zum 20. Juli. Es sei klar gewesen, dass die „ganz dicken und harten Bretter am Schluss kommen“, sagte Steinmeier am Donnerstagabend in Wien. Dabei gehe es um Fragen rund um den Schwerwasserreaktor Arak und den Umfang der Urananreicherung. Der Westen möchte Gewissheit, dass der Iran keine Atomwaffen bekommt. Der Iran will die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen erreichen.