27 März 2013 - 19:30

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland fordert gesetzliche Feiertage für Muslime.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland fordert gesetzliche Feiertage für Muslime. Das wäre ein wichtiges integrationspolitisches Zeichen, sagte der Vorsitzende des Zentralrats, Aiman Mazyek, im Gespräch mit Journalisten der WAZ-Zeitungsgruppe. Solche Feiertage würden außerdem die Toleranz in der Gesellschaft fördern. Mazyek schlug je einen Tag während des Festes am Ende des Ramadans und des islamischen Opferfestes vor. Er verwies zudem auf Vorteile im Arbeitsleben. So könnten etwa bei der Polizei Muslime für Kollegen einspringen, die sich an Ostern frei nehmen möchten.Während Nordrhein-Westfalens Sozialminister Guntram Schneider (SPD) eine Ausweitung der gesetzlichen Feiertage für „wirtschaftlich nicht finanzierbar“ hält, haben sich alle Fraktionen des NRW-Landtages im vorigen Jahr für eine solche Feiertagsregelung ausgesprochen. Der Hamburger Senat hat sich mit den muslimischen Verbänden 2012 darauf verständigt, einige islamische Feiertage wie etwa das Opferfest oder das Fest zum Abschluss des Ramadan als kirchliche Feiertage zu behandeln. Die Feiertagsregelung fällt in die Zuständigkeit der Bundesländer.