Wie die Nachrichtenagentur ABNA berichtet, schrieb die amerikanische Zeitung "Politico" in einem Bericht: Die Europäische Union hat derzeit trotz der geplanten Reise von EU-Erweiterungskommissarin Marta Koss in die Türkei die Frage der Wiederaufnahme der Mitgliedsverhandlungen dieses Landes nicht auf die Tagesordnung gesetzt.
Die Türkei gilt als einer der ältesten Beitrittskandidaten zur Europäischen Union, und ihre Beziehungen zu europäischen Strukturen reichen Jahrzehnte zurück. Im Jahr 1999 wurde das Land offiziell als "Beitrittskandidat" anerkannt, und die Beitrittsverhandlungen begannen im Jahr 2005.
Der Verhandlungsprozess stieß jedoch allmählich auf ernsthafte Hindernisse. Die europäischen Länder sind besorgt, dass mit dem Beitritt eines großen Landes wie der Türkei die Union sich von einer regionalen Organisation mit überwiegend christlicher Bevölkerung zu einer Union mit muslimischer Mehrheit verwandeln könnte.
In den letzten Jahren haben innenpolitische Spannungen in der Türkei und tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten mit Brüssel dazu geführt, dass der Beitrittsprozess praktisch zum Stillstand gekommen ist, obwohl der Mitgliedschaftsantrag der Türkei rechtlich noch nicht vollständig abgeschlossen ist.
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