26 Mai 2014 - 03:21
Papst: Es ist an der Zeit, den Nahostkonflikt zu lösen

Papst Franziskus hat den unter dem Nahostkonflikt leidenden Palästinensern seine Nähe bekundet.

Er wolle „aus tiefstem Herzen“ sagen, dass es an der Zeit sei, „dieser Situation, die immer unerträglicher wird, ein Ende zu setzen“, sagte Franziskus vor der palästinensischen Führung am Sonntagmorgen in Betlehem, allen voran Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas.

„Es ist für alle der Moment gekommen, den Mut zur Großherzigkeit und zur Kreativität im Dienst des Guten zu haben, den Mut zum Frieden, der darauf beruht, dass alle das Recht zweier Staaten bejahen, innerhalb international anerkannter Grenzen zu existieren und Frieden und Sicherheit zu genießen. Ich wünsche mir von Herzen, dass im Hinblick auf dieses Ziel allerseits Initiativen und Taten vermieden werden, die dem erklärten Willen, zu einer wirklichen Übereinkunft zu gelangen, widersprechen.“

 

 Papst stieg am Sonntag im Rahmen seiner Heilig-Land-Reise in Bethlehem plötzlich aus seinem Papamobil aus  und näherte  sich der Apartheidmauer zwischen Israel und den Palästinensern  und betete. Er sei damit vom Programm abgewichen, berichteten Kirchenkreise in Bethlehem.

Vor der palästinensischen Führung hatte er zuvor die Apartheidmauer Israels nicht erwähnt. Vorgänger Benedikt XVI. hatte sich beim Besuch dort 2009 kritisch zu der Abschottung geäußert. Franziskus war auf dem Weg zu einer Messe im Zentrum Bethlehems.