16 April 2014 - 10:44
Iranischer Minister lädt deutsche Unternehmen zur Rückkehr in den Iran ein

- Die deutschen Fahrzeugshersteller sollen nach den Worten des iranischen Industrieministers, Mohammad Reza Nematzadeh, die Gelegenheit für die Rückkehr auf den iranischen Markt nutzen.

"Der Produktionsprozess im Fahrzeugsherstellungsbereich im Iran geht weiter und wenn sich die europäischen Unternehmen, insbesondere die deutschen, da zögern, werden Mitkonkurrenten nachziehen, " sagte der Minister in einem Interview mit dem deutschen Wirtschaftsblatt "Handelsblatt" am Montag am Rande eines Treffens in Berlin mit Vertretern des deutschen Mittelstandes und deutscher Konzerne. Nematzadeh erklärte, Iran hat mit der Rückkehr von deutschen Großunternehmen wie Siemens und Mercedes Benz kein Problem. "Sie hätten Iran verlassen, weil sie befürchteten, mit den USA in Schwierigkeiten zu geraten", fügte der Minister hinzu. Der Iran könnte nach den Worten des Ministers Nematzadeh ein neuer Gaslieferant für Europa werden. "Iran kann ein zuverlässiger, sicherer und dauerhafter Partner Europas werden", sagte der Minister weiter. "Wir wollen auf dem internationalen Gasmarkt künftig eine große Rolle spielen", sagte Nemazadeh der Zeitung. Sein Land habe inzwischen die größten Erdgasreserven der Welt und verfolge derzeit ein großes Pipelineprojekt, um Erdgas aus dem Süden des Iran in den Nordwesten an die türkische Grenze zu pumpen. Von dort könne Gas in den Westen exportiert werden. Verträge mit einem Schweizer und einem spanischen Unternehmen sowie mit dem Konzern Shell hätten wegen der Sanktionen gegen sein Land auf Eis gelegen. "Jetzt kann das neu entstehen", sagte der Industrieminister.