6 Dezember 2013 - 20:30
Ägypten: Muslimbrüder geben nicht nach

Die ägyptische Polizei hat zwei Demonstrationen der Muslimbruderschaft gewaltsam beendet.

Lokale Medien berichteten, zuvor sei es zu Prügeleien zwischen den Mursi-Anhängern und Anwohnern gekommen. Die Muslimbrüder protestierten unter anderem gegen die Verurteilung von Demonstrantinnen aus ihrer Bewegung zu mehrjährigen Haftstrafen. Eine Gruppe von etwa 100 Unterstützern von Armeechef Abdel Fattah al-Sisi konnte vor der Al-Kaid-Ibrahim-Moschee in Alexandria nach dem Freitagsgebet ungehindert eine Kundgebung abhalten. Das berichtete die Website der Zeitung «Al-Masry Al-Youm». Das Militär hatte den Muslimbruder Mohammed Mursi im Juli als Präsidenten abgesetzt. Seitdem fordert die Muslimbruderschaft, die inzwischen offiziell verboten ist, Mursis Rückkehr ins Amt. Muslimbrüder wollen ihren Kampf solange fortsetzen, bis ihr Präsident wieder an der Macht ist. Sie kündigten Demonstrationen nach jedem Freitaggebet und zu verschiedenen Anlässen an. So sind auch ihre heutigen Demonstrationen in der Stadt Alexandria zu bewerten. Der entmachtete Präsident sitzt im Moment in einer Einzelzelle im Gefängnis Burg-al-Arab. Nach Medienberichten darf er momentan keinen Besuch von Freunden oder Verwandten empfangen.