29 Juni 2013 - 19:30
Demonstrationen in Ägypten/Ausländer flüchten vor Gewalt

Tausende Anhänger und Gegner des ägyptischen Staatspräsidenten sind am Sonntag landesweit auf die Straße gegangen.

Tausende Anhänger und Gegner des ägyptischen Staatspräsidenten sind am Sonntag landesweit auf die Straße gegangen.

Seit dem frühen Morgen war der al-Tahrir-Platz in Kairo überfüllt mit Menschen, auch vor dem Präsidentenpalast "Al-Ittihadiya" gab es Kundgebungen. Die Gegner von Mohammad Mursi forderten mit Parolen seine Abdankung und Abhaltung vorzeitiger Wahlen. Die Anhänger des Präsidenten kündigten an, Muris zu verteidigen, falls seine Gegner in den Palast eindringen sollten. Die Demonstrationen verliefen allerdings nicht friedlich. Es kam zu Gewaltausbrüchen zwischen den Gegnern und Befürwortern Mursis.

Nach dem jüngsten Gewaltausbruch haben am Samstag zahlreiche Ausländer Ägypten verlassen. Wie am Samstag aus Kreisen des Kairoer Flughafens verlautete, waren sämtliche Flüge in die USA, nach Europa und in die Golfstaaten ausgebucht.

 

Die Mitarbeiter und Familienangehörige der US-Botschaft – insgesamt 45 Personen – verließen den Angaben nach per Flugzeug das Land. Auch heute Sonntag gab es einen Ansturm auf die Flughäfen. Viele Ausländer bemühen sich, um einen Flug in die Heimat.