8 Januar 2012 - 20:30

Die Arabische Liga hat sich für eine Fortsetzung ihrer Beobachtermission in Syrien ausgesprochen.

Das sagte laut dpa der Generalsekretär der Organisation Nabil al-Arabi nach einem Treffen des zuständigen Ausschusses am Sonntag in Kairo. Um sie wirkungsvoller zu machen, solle die Zahl der Beobachter erhöht werden. Außerdem verlangt die Liga mehr Unabhängigkeit für die Mitglieder der Mission. Katars Ministerpräsident Scheich Hamad bin Dschasim al-Thani forderte die syrische Führung auf, sich völlig für die Beendigung der Gewalt in Syrien einzusetzen.
Der zuständige AL-Ausschuss war am Nachmittag unter dem Vorsitz Katars zusammengekommen, um eine Zwischenbilanz zu ziehen.
Wie die Organisation nach Ende der auf vier Wochen befristeten Mission vorgehen will, wollte Katars Ministerpräsident nicht sagen. Es gebe dafür Überlegungen, die werde er aber noch nicht öffentlich äußern.
Bei den Auseinandersetzungen in Syrien sind nach UN-Angaben mehr als 5000 Menschen ums Leben gekommen. Nach syrischen Regierungsangaben handele es sich bei 200 der Getöteten um Sicherheitskräfte. Am gestrigen Sonntag wurden bei Kämpfen zwischen syrischen Regierungstruppen und bewaffneten Personen in der Stadt Basr al-Harir elf Soldaten getötet. Nach Angaben der in London ansässigen Menschenrechtsorganisation Syrian Observatory for Human Rights wurden bei den Auseinandersetzungen in der südsyrischen Provinz Daraa außerdem über 20 Soldaten verletzt.