Das Zentrum "Adalat"(Gerechtigkeit) hat
in einer Erklärung, wovon eine Abschrift "Fars News" vorliegt, teilte
dazu mit: Die neuen rassistischen Knesset-Beschlüsse zielten nicht nur
die Existenz der seit 1948 in den besetzten Gebieten lebenden
Palästinenser, sondern auch direkt oder indirekt alle palästinensischen
Flüchtlinge.
Laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNRWA gelten die
Menschen und ihre Nachkommen als palästinensische Flüchtlinge, deren
Wohnort zwischen Juni 1946 und Mai 1948 Palästina war und die sowohl
ihr Zuhause als auch ihre Lebensgrundlage als Folge des
israelisch-palästinensischen Konflikts 1948 verloren haben. Im Vorfeld
und im Verlauf des ersten israelisch-arabischen Krieges 1948/49 wurden
über 750 000 Palästinenser Opfer einer systematischen Vertreibung durch
die israelische Armee. Sie mussten aus ihrer Heimat fliehen und fanden
Aufenthalt in den Flüchtlingslagern des Libanon, Syriens, Jordaniens,
der Westbank und des Gazastreifens. Ihr gesamtes Vermögen - Wohnungen,
Geschäfte, Bankkonten und Ländereien - gingen in den Besitz des neu
gegründeten "israelischen Staates" über. Im Dezember 1948 forderte die
UN-Vollversammlung mit der Resolution 194 ein sofortiges Rückkehrrecht
für die palästinensischen Flüchtlinge, "so sie es wünschen oder
Entschädigung, so sie sich entscheiden". Doch Israel ignorierte diese
sowie nachfolgende Resolutionen und lehnte jede von den USA und den
arabischen Staaten auf der Konferenz von Lausanne im Juli 1949
vorgelegten Kompromissformeln zur Rückkehr eines Teils der Flüchtlinge
ab. Stattdessen verabschiedet die Regierung unter Ben Gurion ein Jahr
später ein Gesetz, dass jedem Juden die Einwanderung nach Israel und
den sofortigen Erhalt der israelischen Staatsbürgerschaft zusicherte.
Das Schicksal und die Stellung der palästinensischen Flüchtlinge ist
bis heute, von wenigen Ausnahmen abgesehen, unsicher.
17 Dezember 2010 - 20:30
News ID: 217402
Ein Zentrum für Verteidigung der Rechte der in den seit 1948 besetzten Gebieten lebenden Palästinenser hat Israel vorgeworfen, seit den Wahlen in Februar 2009 unzählige rassistisch Gesetze in der Knesset verabschiedet zu haben, die alle die Existenz der in diesen Gebieten lebenden Palästinenser zum Ziel haben.