25 Oktober 2010 - 20:30

Der Führende nimmt in der Islamischen Republik Iran das höchste Amt ein und steht eng im Bündnis mit der Bevölkerung. Dies wird bei den Treffen und den Reisen Ajatollah Khameneis an verschiedene Orte Irans spürbar.

Die jüngste Reise des Revolutionsoberhauptes führte ihn in die Pilgerstadt Qom. Diese Reise  ist aus verschiedener Hinsicht von besonderer Bedeutung.

In dieser religiösen Stadt befindet sich das Qomer Theologiezentrum, welches mit den Worten Ajatollah Khameneis der Ausgangspunkt der Islamischen Revolution ist. Imam Chomeini der verstorbene Begründer der Islamischen Revolution hat seinen Aufstand von dieser Stadt aus begonnen. Die wichtigen Treffen der renommierten Gelehrten und religionsrechtlichen Vorbilder des Qumer Theologiezentrums mit dem Oberhaupt der Islamischen Revolution haben diese Reise noch bedeutsamer gemacht.

 In Qom stehen sowohl Begegnungen mit der Bevölkerung als auch Treffen mit den Gelehrten für Ajatollah Khamenei auf dem Programm. Bei allen Treffen, bei denen er entsprechend seinen Zuhörern besondere Ratschläge gab, hat das Oberhaupt der Islamischen Revolution die Bedeutung der Stadt Qom hervorgehoben. In Qom steht die Heilige Grabstätte eines Nachkommens des Propheten des Islams, der Schwester Imam Resas, Fatima Masuma  aleiha salam. Jährlich kommen Tausende von Pilgern aus dem Iran und auch aus anderen Teilen der Welt an die Grabstätte dieser edlen Dame des Islams.  Außerdem ist Qom auch die Heimat des größten Theologiezentrums.

 Die Bürger von Qom haben in zwei sensiblen Zeitabschnitten der Revolution eine entscheidende Rolle übernommen. Ajatollah Khamenei sagt, dass einer dieser Zeitabschnitte der Beginn des Aufstands Imam Chomeinis im Jahre 1963 und der zweite der Beginn die umfassende Volksbewegung  im Jahre 1978 war. Er bezeichnete Qom daher als Ausgangspunkt der Islamischen Revolution. Der wichtigste Grund dafür, dass von Qom diese große Revolution ausging und sie deren Stützpunkt bleibt, ist die Anwesenheit von progressiven und bewussten Geistlichen und Gelehrten in ihr. Ajatollah Khamenei hat in seiner Ansprache vor einer riesigen Versammlung von Theologieschülern und Religionsgelehrten des Qomer Theologiezentrums gesagt: „Die schiitische Geistlichkeit hat generell immer in der Mitte der gesellschaftlichen und politischen Ereignisse gestanden und besitzt daher eine Bedeutung  und einen Einfluss wie  keine andere islamische und nichtislamische  Geistlichengemeinschaft auf der Welt.“

Es leuchtet ein, dass das Theologische Lehrzentrum und die Geistlichkeit die islamisch-republikanische Staatsordnung unterstützen , denn das höchste Anliegen dieser Ordnung ist die Verwirklichung der Islamischen Gebote. In diesem Zusammenhang sagte Ajatollah Khamenei, dass das Verhältnis zwischen der Geistlichkeit und  der Islamischen Ordnung auf den Größen Unterstützung und Ratschlag beruht, was bedeutet, dass die Religionsgelehrten zwar die Ordnung unterstützen, aber auch die Verantwortungsträger auf Mängel aufmerksam machen.  Die Ordnung beachtet die Standpunkte der Gelehrten des Islams, denn die Staatsordnung ist Islamisch. Ajatollah Khamenei sagte: „Die Islamische Ordnung ist theoretisch und wissenschaftlich auf die Gelehrten der Religion und die Theologischen Seminarkreise angewiesen, rechnet mit deren Hilfe und verlässt sich auf diese.“ Das Oberhaupt der Islamischen Revolution erklärte dazu weiter: „Aufgrund der religiösen Natur und besonderen Wesensart der Islamischen Republik, obliegt die Entwicklung von Theorien  in allen Bereichen, wie Politik, Wirtschaft, Administration,  Pädagogik und  allen anderen Angelegenheiten,  welche  die  Verwaltung eines Landes berühren, den Religionsgelehrten, das heißt sie obliegt  denjenigen, die den Islam kennen und Experten auf diesem Gebiet sind.“ 

Ajatollah Khamenei unterstrich vor den Gelehrten und den Theologieschülern, dass kein informierter und verantwortungsbewusster Geistlicher  gegenüber der Islamischen Staatsordnung gleichgültig sein kann. Er sagte in Fortsetzung seiner Ausführungen, dass dieses große Zentrum für Islamwissenschaften seine Unabhängigkeit bewahren muss, betonte jedoch wie folgt: Die Unabhängigkeit der Theologischen Seminarkreise darf nicht so verstanden werden, dass  Ordnung und Seminarkreise sich nicht gegenseitig unterstützen .Einige wollen im Namen der „Unabhängigkeit“ die Beziehung der Theologischen Lehrkreise zur Regierungsordnung abbrechen. Es ist jedoch klar, dass Abhängigkeit etwas anderes ist als Unterstützung und Zusammenarbeit, und dass man   eine gegenseitige Zusammenarbeit pflegen und gleichzeitig  die Unabhängigkeit bewahren kann.“

Er erklärte weiter : „Die Islamische Ordnung und die Theologischen  Kreise in ihr, sind zwei gewaltige Strömungen, die aus vieler Hinsicht und auf vielen Ebenen einander berühren und in Wahrheit ein gemeinsames Schicksal haben...Ein  jeder Schaden an der Islamischen Ordnung würde  auch einen schweren Schaden für die Theologiezentren und die Freunde der Religion bedeuten.  „ Ajatollah Chamenei unterstrich, dass die theologischen Seminarkreise eine positive Wandlung erfahren müssen, damit sie alle aktuellen Bedürfnisse und Fragen der Bevölkerung insbesondere der jungen Generation beantworten können. Er forderte verstärkte Aufmerksamkeit für die Geisteswissenschaften und wünschte zudem die Verstärkung der festen Traditionen in den theologischen Lehrstätten wie Respekt gegenüber dem Dozenten, Gedankenaustausch und Diskussion und Beachtung der charakterlichen Läuterung.

Über die zunehmende Zahl der weiblichen Theologiestudenten sagte er:  „Die Ausbildung  von weiblichen Gelehrten,  Forscherinnen,  Expertinnen im Religionsrecht und Philosophinnen in den Theologischen Seminarkreisen der Glaubensschwestern und die aktive Gegenwart dieser Denkerinnen auf internationaler  Ebene kann ebenso wie die Teilnahme von Akademikerinnen  das Ansehen der Revolution und Irans auf der Welt anheben.“ 

Ajatollah Khamanei  sprach in Qom auch über politische Fragen. Vor der Bevölkerung von Qum, die ihm einen einmaligen Empfang bereiteten, hob er die beiden wichtigen Schwerpunkte der feindlichen Propaganda hervor und sagte: „Die Angriffe der Feinden richten sich auf zwei wichtige Punkte : Zum einen die Religion und zum anderen die Bevölkerung und ihre Loyalität“ In Wirklichkeit haben sich die Feinde der Islamischen Republik zwei Stärken und Stützen der Islamischen Revolution zum Ziel genommen, und versuchen diese zu vermindern. Über die Propanda des Westens gegen den Islam sagte das Revolutionsoberhaupt: „Die Feinde wissen, dass wenn diese Revolution keine religiöse gewesen wäre,  sie nicht  die Kraft besessen hätte Widerstand zu leisten, denn es ist die Religion, welche ihre Anhänger davon abhält gegenüber dem Unrecht zu kapitulieren und sie im Gegenteil dazu anspornt,  Unterdrücker zu bekämpfen und die Menschen zur Gerechtigkeit, Freiheit , Immaterialität und zum Fortschritt herbeiruft. Das ist die typische Eigenschaft der Religion. Es gibt also keinen Sinn, dass eine Staatsordnung, die auf der Religion basiert, angesichts der Druckausübungen und Gewaltanwendung des Feindes , der Bevormunder und Nimmersatte aufgibt.

Das andere Hauptziel der Propaganda der Feinde gegen die Islamische Republik Iran besteht darin, der revolutionären progressiven Staatsordnung die Unterstützung und das Vertrauen der Bevölkerung zu nehmen.  Die Islamische Republik hat von Anfang an auf dem Willen des iranischen Volkes aufgebaut und auf dieser Basis ihren Weg fortgesetzt. Über den Volkscharakter der Islamischen Ordnung sagte Ajatollah Khamenei, dieser bedeute,  dass die Revolution von der Bevölkerung loyal unterstützt und von ihr bestätigt wird .

Das Oberhaupt der Islamischen Revolution  verwies auf die Versuche der Feinde, die Treue der Bevölkerung zur Islamischen Republik zu schmälern  und nannte als Beispiel auch die Verbreitung von Gerüchten und Hervorrufung von Misstrauen gegenüber ihren Verantwortungsträgern.  Er sagte, dass der Feind jedoch vergeblich in dieses Ziel investiert hat.

Dennoch  , so fuhr Ajatollah Khamenei fort, propagiert er auf zwei Gebieten weiter, nämlich hinsichtlich der Trennung der Religion von der Politik und die Trennung der Geistlichkeit vom Islam.