12 Oktober 2010 - 20:30

Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich nach Einschätzung des Internationalen Roten Kreuzes dramatisch verschlechtert.

  In den vergangenen Monaten seien deutlich mehr Menschen mit Kriegsverletzungen in Krankenhäuser eingeliefert worden, teilte die Organisation laut Reuters am Dienstag mit. Zudem erschwere die schlechte Sicherheitslage eine Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Medikamenten. Kinder würden so an eigentlich heilbaren Krankheiten sterben, schwangere Frauen immer öfter die Geburt ihres Kindes nicht überleben und gesunde Männer einfachen Infektionen erliegen.
In der südlichen Stadt Kandahar behandelten Ärzte des Regionalkrankenhauses Mirwais im August und September knapp 1000 Patienten mit Kriegsverletzungen, wie das Internationale Rote Kreuz (IRK) weiter mitteilte. Dies sei ein trauriger Rekord. Die Zahl habe sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelt.