In den vergangenen Monaten seien deutlich mehr Menschen mit
Kriegsverletzungen in Krankenhäuser eingeliefert worden, teilte die
Organisation laut Reuters am Dienstag mit. Zudem erschwere die
schlechte Sicherheitslage eine Versorgung der Bevölkerung mit
Lebensmitteln und Medikamenten. Kinder würden so an eigentlich
heilbaren Krankheiten sterben, schwangere Frauen immer öfter die Geburt
ihres Kindes nicht überleben und gesunde Männer einfachen Infektionen
erliegen.
In
der südlichen Stadt Kandahar behandelten Ärzte des
Regionalkrankenhauses Mirwais im August und September knapp 1000
Patienten mit Kriegsverletzungen, wie das Internationale Rote Kreuz
(IRK) weiter mitteilte. Dies sei ein trauriger Rekord. Die Zahl habe
sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelt.
12 Oktober 2010 - 20:30
News ID: 208783
Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich nach Einschätzung des Internationalen Roten Kreuzes dramatisch verschlechtert.