Dabei stehen sich nicht die Abgeordneten verschiedener politischer Lager gegenüber, sondern die Trennungslinie verläuft zwischen Muslimen und Christen. Letztere fürchten, dass das neue Gesetz, das mehr Rechte für die palästinensischen Flüchtlinge vorsieht, auf deren Einbürgerung hinauslaufen könnte. Da aber die palästinensischen Flüchtlinge mehrheitlich Muslime sind, sehen die Christen das religiöse Gleichgewicht im Libanon gefährdet, das sich weiter zugunsten der Muslime verschieben könnte.
17 September 2010 - 19:30
News ID: 193367
Ein Gesetz zur Neuregelung des Status von mehr als 400 000 palästinensischen Flüchtlingen führt im libanesischen Parlament zu heftigen Debatten.