Wie die Internationale Nachrichtenagentur der Ahl-ul-Bait (a.) – ABNA – berichtet, betonten die Führer der indischen Kongresspartei am Mittwoch vor Modis Abreise ins besetzte Palästina, dass der indische Premierminister eine Art „beschämende Kumpanei“ mit Tel Aviv zur Schau stelle, während viele Länder und die Weltöffentlichkeit Netanjahus Politik wegen des verheerenden Krieges gegen Gaza und des Ausbaus illegaler Siedlungen im Westjordanland verurteilen.
Modi ist zu einem zweitägigen Besuch ins besetzte Palästina gereist und wird neben dem Treffen mit Netanjahu auch im Parlament des zionistischen Regimes (Knesset) sprechen; ein Schritt, der nach Ansicht von Kritikern auf dem Höhepunkt der Eskalation der Verbrechen gegen palästinensische Zivilisten ein klares politisches Signal der Unterstützung für die extremistische Regierung Israels senden wird.
In diesem Zusammenhang schrieb Jiram Ramesh, Generalsekretär der Kongresspartei, in einer Nachricht im sozialen Netzwerk X (ehemals Twitter) unter Hinweis auf die historische Vergangenheit Indiens bei der Unterstützung Palästinas: Am 20. Mai 1960 besuchte Jawaharlal Nehru Gaza und traf sich mit indischen Streitkräften, die im Rahmen der UN-Notstandstruppe stationiert waren. Ebenfalls am 29. November 1981 gab Indien eine Gedenkbriefmarke in Solidarität mit Palästina heraus und am 18. November 1988 erkannte es den Staat Palästina an.
Indischer Nationalkongress: Modis Reise nach Israel ist „moralische Feigheit“ angesichts der Verbrechen in Gaza
Ramesh stellte klar: „Jene Ära war eine andere Ära. Heute aber umarmt der indische Premierminister öffentlich den israelischen Premierminister; einen Mann, der Gaza in einen Haufen Staub und Trümmer verwandelt hat und gleichzeitig den Ausbau illegaler Siedlungen im besetzten Westjordanland vorantreibt.“ Er fügte hinzu, dass Modi mit dieser Reise „moralische Feigheit“ zur Schau stelle, während Netanjahu selbst in den besetzten Gebieten mit massiven Protesten und schweren Korruptionsvorwürfen konfrontiert sei.
Dieser Kongressführer bezeichnete unter Bezugnahme auf die Verschärfung der Landenteignung und der Vertreibung Tausender Palästinenser im besetzten Westjordanland diese Aktionen als Beispiel für eine systematische Politik der Zwangsumsiedlung, die auf breite internationale Verurteilung stößt. Ihm zufolge gehen die Angriffe des zionistischen Regimes auf Zivilisten in Gaza unvermindert weiter, und gleichzeitig werden Berichte über gemeinsame Planungen der USA und Israels für Luftangriffe auf den Iran veröffentlicht.
Ramesh kritisierte weiterhin die sogenannten „besonderen und undurchsichtigen Beziehungen“ zwischen der Modi-Regierung und zionistischen Kreisen und erklärte: „Die Modi-Regierung hat einen doppelzüngigen und heuchlerischen Ansatz gewählt, indem sie scheinbar unterstützende Erklärungen für die palästinensische Sache abgab, während die Realität vor Ort zeigt, dass sich Neu-Delhi faktisch von seinen historischen Positionen entfernt hat.“
Er betonte, dass Indien eines der ersten Länder war, das den Staat Palästina 1988 anerkannte, und stets die Rechte des palästinensischen Volkes in internationalen Foren verteidigte; aber nun werde dieses historische Erbe im Schatten der strategischen Annäherung an Tel Aviv geschwächt.
Modis Besuch in den besetzten Gebieten erfolgt zu einer Zeit, in der das zionistische Regime mit inneren Krisen, Protesten gegen die Schwächung der Unabhängigkeit der Justiz und Netanjahus Korruptionsfällen zu kämpfen hat. Einige Berichte deuten darauf hin, dass ein Teil der Oppositionsströmungen in den besetzten Gebieten ebenfalls damit gedroht hat, die Rede des indischen Premierministers in der Knesset aus Protest gegen Netanjahus Politik zu boykottieren.
Insgesamt bewertet die Kongresspartei diesen Besuch nicht nur als diplomatischen Schritt, sondern als Zeichen einer strategischen Neuausrichtung der indischen Außenpolitik und beschreibt ihn als Abkehr von der langen Tradition der Unterstützung des palästinensischen Volkes und der Sache der Gerechtigkeit; eine Position, die nach Ansicht dieser Partei weitreichende moralische und politische Folgen für die internationale Stellung Neu-Delhis haben wird.
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