25 September 2025 - 13:01
Source: Parstoday
Eurasien entwirft neue Perspektiven für Zusammenarbeit mit Iran / Chinas Bekenntnis zum multilateralen Handelssystem

In Moskau hat die erste Sitzung des gemeinsamen Ausschusses zur Umsetzung des Freihandelsabkommens zwischen Iran und den Mitgliedstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) begonnen.

Seyyed Mohammad Atabak, Minister für Industrie, Bergbau und Handel Irans, erklärte auf dieser Sitzung, an der auch einige Wirtschaftsvertreter Irans und der fünf Mitgliedsstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion teilnahmen: Die Umsetzung dieses Abkommens ebne den Weg für eine umfassende Zusammenarbeit zwischen Teheran und den Mitgliedern dieser Union – insbesondere da die Islamische Republik Iran gleichzeitig als Beobachter der Union beigetreten ist. Laut ParsToday betonte Andrei Slepnev, Handelsminister der Eurasischen Wirtschaftsunion, dass die Union in der Zusammenarbeit mit der Islamischen Republik Iran über das Freihandelsabkommen hinausgehende Perspektiven verfolge und bereit sei, die Kooperation in verschiedenen Bereichen auszubauen.

Russland: Handelsvolumen mit Iran um 35 Prozent gestiegen

Alexei Overtschuk, stellvertretender Ministerpräsident der Russischen Föderation, erklärte bei einem Treffen mit dem iranischen Minister für Industrie, Bergbau und Handel in Moskau: Das Handelsvolumen zwischen Russland und Iran sei seit Inkrafttreten des Freihandelsabkommens zwischen Iran und der Eurasischen Wirtschaftsunion um 35 Prozent gestiegen. Laut dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Russlands wuchs das bilaterale Handelsvolumen Teheran–Moskau in den ersten sieben Monaten dieses Jahres im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024 um 11,8 Prozent. Weitere Themen der Gespräche waren die Vertiefung der Zusammenarbeit im Rahmen der Beobachtermitgliedschaft der Islamischen Republik Iran in der Eurasischen Wirtschaftsunion sowie gemeinsame Anstrengungen zur Stärkung der eurasischen Transportachsen entlang des Nord-Süd-Korridors.

Chinas Bekenntnis zum multilateralen Freihandel im internationalen Wirtschaftssystem

Li Qiang, Premierminister Chinas, erklärte am Rande der 80. Generalversammlung der Vereinten Nationen: China werde in den laufenden und künftigen Verhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO) keine Sonderrechte einfordern. Er wies darauf hin, dass Peking in den vergangenen zwei Jahrzehnten – parallel zur Nutzung bestimmter Vorrechte – eine aktive Rolle in multilateralen Verhandlungen gespielt, zum Abschluss wichtiger Handelsabkommen beigetragen sowie die Liberalisierung und Erleichterung des Welthandels gefördert habe. In diesem Zusammenhang betonte Li Chenggang, Chinas Handelsvertreter bei der WTO, auf einer Pressekonferenz, dass dieses Vorgehen ein klares Bekenntnis Chinas zur Wahrung des multilateralen Handelssystems, zur Umsetzung der globalen Entwicklungsinitiative und zur aktiven Mitwirkung an der globalen Governance darstelle.

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