16 Mai 2025 - 17:15
Source: Parstoday
BRICS-News | Digitaler Lageplan für Wirtschaftszonen geplant – Iran strebt Anbindung an BRICS-Zahlungssystem an

Russland hat beim jüngsten Treffen der BRICS-Arbeitsgruppe den Vorschlag zur Gründung einer Plattform für ethnisch-gastronomischen Tourismus unterbreitet. Zudem wurden neue Initiativen zur wirtschaftlichen Vernetzung der Mitgliedstaaten diskutiert, darunter die digitale Kartierung von Sonderwirtschaftszonen und die Anbindung Irans an das russische MIR-Zahlungssystem.

Laut dem BRICS-Fernsehnetzwerk schlug Russland im Rahmen der Sitzung die Gründung eines „Ethno-Gastronomie-Tourismus-Forums“ vor. Nikita Kondratyev, Direktor für multilaterale wirtschaftliche Zusammenarbeit im russischen Wirtschaftsministerium, erklärte, dass diese Initiative die Zusammenarbeit zwischen Regierungen und der Privatwirtschaft stärken solle.

„Die kulturelle Vielfalt der BRICS-Staaten stellt einen Wettbewerbsvorteil für die Tourismusbranche dar“, sagte Kondratyev.

Boom der Ethno-Gastronomie und Digitalisierung der Wirtschaftszonen

Prognosen zufolge wird der Markt für ethnisch-gastronomischen Tourismus – auch bekannt als Ethno-Gastronomie – bis zum Jahr 2025 ein Volumen von über einer Billion US-Dollar erreichen. Parallel dazu wurde auf dem Wirtschaftsforum in Kasan ein Vorschlag zur Erstellung einer digitalen Karte der Sonderwirtschaftszonen (SEZ) der BRICS+ Staaten vorgestellt. Diese digitale Plattform soll Investoren umfassende Informationen zu Geschäftsbedingungen und wirtschaftlichen Vorteilen der jeweiligen Regionen liefern.

Mohamed Aboeldahab, Direktor der Wirtschaftszone des Suezkanals in Ägypten, betonte, dass sein Land durch dieses Projekt eine Schlüsselrolle in den BRICS-Kooperationen einnehmen könne.

Mikhail Labudin, Direktor des russischen Verbandes der Sonderwirtschaftszonen, schlug vor, eine gemeinsame Methodologie zur Bewertung der Attraktivität dieser Zonen zu entwickeln. Der finale Entwurf soll dem Büro des russischen Präsidenten zur Genehmigung vorgelegt werden.

Iran plant Anbindung an BRICS-Zahlungssystem

In einer weiteren Entwicklung kündigte der iranische Zentralbankchef an, dass die iranische Regierung im Zuge ihrer politischen Annäherung an Nachbarländer und BRICS-Staaten aktiv an der Integration des nationalen Zahlungssystems „Shetab“ mit dem russischen System „Mir“ arbeitet. Ziel sei es, dieses Modell künftig allen BRICS-Mitgliedern sowie weiteren Ländern der Region zugänglich zu machen.

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