27 Januar 2025 - 15:40
Arbel Yehud - Netanjahus neuer Vorwand, um den psychologischen Druck einer Niederlage gegen die Hamas loszuwerden

Medien berichten über neue Hindernisse durch den Ministerpräsidenten des zionistischen Regimes bei der Umsetzung des Waffenstillstandsabkommens im Gazastreifen.

Die hebräischsprachige Website Walla berichtete unter Berufung auf Verantwortliche des zionistischen Regimes, Tel Aviv habe die Vermittler gebeten, sich gesondert für die Freilassung der 29-jährigen Arbel Yehud einzusetzen. LautParsToday hat Tel Aviv angekündigt, dass diese zionistische Gefangene vor dem kommenden Samstag freigelassen werden müsse, damit die palästinensischen Flüchtlinge in die nördlichen Gebiete des Gazastreifens zurückkehren könnten.

Die Forderung des zionistischen Regimes wird als Verletzung des Waffenstillstandsabkommens mit der Hamas betrachtet.

Israel bestätigte, dass es Gespräche gebe, berichtete die Zeitung Times of Israel. Der Ministerpräsident des israelischen Regimes Benjamin Netanjahu hat die Rückkehr der geflüchteten Palästinenser in den Norden des Gazastreifens davon abhängig gemacht.

Sein Büro erklärte: "Gemäß der Vereinbarung wird Israel den Bewohnern von Gaza nicht erlauben, in den nördlichen Teil des Streifens zu ziehen, bis die Zivilistin Arbel Yehud freigelassen wird."

Arbel Yehud ist Militärpraktikantin im Luft- und Raumfahrtprogramm des zionistischen Regimes.

Spekulationen deuten darauf hin, dass der Premierminister des zionistischen Regimes versucht, den öffentlichen Druck der Niederlage im Gaza-Krieg zu verringern, indem er der Freilassung von Arbel Yehud Priorität einräumt.

Vor dem Angriff auf Gaza behauptete Netanjahu, er werde die Hamas zerstören und die gefangenen zionistischen Soldaten durch einen Militärschlag befreien. Dies geschah nicht, und Netanjahu war gezwungen, ein Waffenstillstandsabkommen mit der Hamas zu schließen. Dieses Scheitern wurde in zionistischen Kreisen heftig kritisiert und führte zum Rücktritt mehrerer israelischer Regierungsmitglieder und Militärs.

In der Zwischenzeit reagierten die Hamas und der Palästinensische Islamische Dschihad auf die neuen Bedingungen des zionistischen Regimes für die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge.

Im Fall der israelischen Gaza-Gefangenen Arbel Yehud, die auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, laufen nach Angaben des Islamisch-Palästinensischen Dschihads Gespräche über eine baldige Freilassung. Die Frau sei am Leben und es werde mit Hilfe von Vermittlern mit Israel über die Bedingungen ihrer Freilassung verhandelt, sagte der stellvertretende Generalsekretär des Dschihads, Mohammed Hindi, der Deutschen Presse-Agentur. Einen genauen Termin nannte er nicht.

Auch eine offizielle Quelle des Islamischen Dschihad betonte, die Freilassung der zionistischen Gefangenen werde im Rahmen der Bedingungen des Waffenstillstandsabkommens erfolgen.

Die Hamas beschuldigte das zionistische Regime, die Umsetzung des Waffenstillstandsabkommens zu behindern, indem es die Al-Rashid-Straße in Gaza geschlossen halte und die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge in die nördlichen Gebiete verhindere.

Die Waffenruhe, auf die sich das israelische Regime und die Hamas vor 10 Tagen geeinigt hatten, soll zunächst 6 Wochen andauern. Sie ist am vorletzten Sonntag in Kraft getreten.