16 Juni 2014 - 06:17

Das hohe Menschenrechtskommissariat der Vereinten Nationen hat sich über die schweren Hafturteile gegen mehr als 20 ägyptische Aktivisten besorgt gezeigt.

Der Sprecher des Kommissariats, Rupert Colville sagte am Freitag: Diese Hafturteile sind das letzte Glied in einer Kette von Rechtsfällen, in denen gerechte  internationale Prozessstandards nicht eingehalten wurden.

Ein Strafgericht in Kairo hat am 11. Juni 25 Aktivisten wegen Organisierung und Beteiligung an ungenehmigten Antiregierungsdemonstrationen in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt. Colville sagte: Wir haben gewarnt, dass dieses Gesetz in Ägypten die persönlichen Freiheiten ernsthaft gefährden können. Es sei wichtig, sich da internationalen Normen anzupassen.

Ein weiteres Gericht in Ägypten hatte am 28. April während der Unterdrückung der Proteste über 680 Anhänger Mursis zum Tod verurteilt. Das Urteil folgte auf ein Kollektivurteil gegen 529 Aktivisten, die Ende März zu Tode verurteilt worden waren.