Die Idee, dass Siedler auch im Rahmen eines künftigen Palästinenserstaates in ihren Häusern bleiben könnten, sorgt für zornige Reaktionen im ultrarechten Lager in Netanjahus Regierung. Netanjahu hatte am Freitag während des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos bekräftigt, er habe keinerlei Absicht, israelische Siedlungen in den Palästinensergebieten zu räumen. Er wolle "nicht einen einzigen Israeli entwurzeln". Ein Vertrauter Netanjahus erklärte später nach Medienberichten, israelische Siedler könnten künftig auch unter palästinensischer Souveränität leben. Naftali Bennett von der Siedlerpartei "Das Jüdische Haus" griff Netanjahu daraufhin massiv an. Bennett habe Netanjahu einen "moralischen Richtungsverlust" vorgeworfen, berichtete die Zeitung "Haaretz" am Montag. "Der Plan jüdischer Siedlungen unter palästinensischer Herrschaft ist sehr gefährlich", warnte Bennett auf seiner Facebook-Seite. Netanjahu solle ihn sofort aufgeben.