30 Dezember 2010 - 20:30

Im Bagdader Christenviertel Al Qadir sind mindestens zwei Menschen durch mehrere Anschläge getötet worden. Innerhalb von nur zwei Stunden seien am Donnerstagabend in der Hauptstadt Bagdad sechs Angriffe auf Häuser von Christen verübt worden, sagte ein Vertreter des Innenministeriums. Dabei seien auch mindestens zwölf Menschen verletzt worden.

Der schwerste Anschlag ereignete sich den Angaben zufolge gegen 20.00 Uhr Ortszeit im Zentrum von Bagdad. Bei der Explosion eines Sprengsatzes seien zwei Christen getötet und drei weitere verletzt worden.
Ein Kommando des Terrornetzwerks Al-Kaida hatte am 31. Oktober in Bagdad eine Kirche während der Sonntagsmesse gestürmt, dabei wurden 44 Gläubige und zwei Priester getötet. Seitdem gibt es immer wieder Anschläge auf die christliche Gemeinde, viele ihrer Mitglieder haben angesichts der Gewalt die Flucht ins Ausland ergriffen.