12 November 2010 - 20:30

Der ägyptische Außenminister Ahmed Abul Gheit hat Israel mangelnde Bemühungen um einen Friedensschluss mit den Palästinensern vorgeworfen.

„Wir sind besorgt, denn wir haben das Gefühl, dass Israel nicht das tut, was von seiner Seite erforderlich ist“, sagte Gheit gestern nach einem Treffen mit Außenministerin Hillary Clinton in Washington.
Das zionistische Regime hatte am Montag den Bau von mehr als 1.300 weiteren Wohnungen in Ostbeitolmoqaddas angekündigt, das die Palästinensern als Hauptstadt ihres geplanten Staates ansehen. Die palästinensische Autonomiebehörde verweigert die Rückkehr an den Verhandlungstisch seit dem Auslaufen eines israelischen Baustopps im Westjordanland am 26. September.
Clinton selbst hatte sich bei der Bekanntgabe neuer US-Hilfen in Höhe von 150 Millionen Dollar (108 Millionen Euro) für die Palästinenser ebenfalls enttäuscht über das Vorgehen des Besatzerregimes geäußert. Sie rief dennoch beide Seiten dazu auf, sich trotz des Siedlungsstreits wieder an einen Tisch zu setzen.