12 Juni 2026 - 18:07
Source: ABNA
Amnesty International: Israel beschleunigt „ethnische Säuberung“ im Westjordanland

Die Organisation Amnesty International bezeichnete die verstärkten Maßnahmen des israelischen Regimes gegen Palästinenser im Westjordanland als „ethnische Säuberung“ und „Zwangsvertreibung“.

Wie die Nachrichtenagentur ABNA unter Berufung auf die palästinensische Nachrichtenagentur Shehab berichtet, erklärte Amnesty International unter Bezugnahme auf vorliegende Statistiken, dass zwischen Januar 2023 und April 2026 insgesamt 117 Siedlungen von palästinensischen Nomaden- und Hirtenstämmen im Westjordanland ganz oder teilweise dem Erdboden gleichgemacht wurden und ihre Bewohner gezwungen waren, ihre Häuser zu verlassen. Durch diese Zwangsvertreibung stieg die Zahl der vertriebenen Palästinenser in diesem Zeitraum auf etwa 5910.

Amnesty International betonte außerdem, dass im gleichen Zeitraum 363 neue illegale Siedlungsaußenposten durch die Behörden des zionistischen Regimes im Westjordanland errichtet wurden, während 3407 Wohnhäuser und Infrastruktureinrichtungen von Palästinensern zerstört wurden.

Diese Menschenrechtsorganisation bezeichnete diese Handlungen als Teil einer „geplanten Politik“ des israelischen Regimes zur Verstärkung der Besatzung und Ausweitung der Siedlungsaktivitäten in der Zone C des Westjordanlandes und bezeichnete sie als „Todesstoß“ für das Recht auf Souveränität und Sicherheit der palästinensischen Bewohner dieses Gebiets.

Dieser Bericht erscheint zu einer Zeit, in der die internationale Gemeinschaft weiterhin schweigt angesichts der fortgesetzten Menschenrechtsverletzungen durch das israelische Regime in den besetzten Gebieten und keine entschlossenen internationalen Maßnahmen zur Beendigung dieses Prozesses ergriffen werden.

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