23 August 2016 - 04:39
"Control Arms"-Koalition fordert Aufhebung des Waffenverkaufs an Saudi-Arabien

Die Kampagne "Control Arms" hat die Waffenexporteure, insbesondere die USA, Großbritannien und Frankreich, aufgefordert, den Waffenverkauf an Saudi-Arabien wegen seiner Kriegsverbrechen im Jemen zu stoppen.

Die Direktorin der "Control Arms", Anna Macdonald, sagte am Montag zu Beginn der Konferenz über die Kontrolle des globalen Waffenhandels in Genf,  die Fortsetzung des Waffenhandels mit Saudi-Arabien belege die Anwendung des   Doppelstandard durch die  Waffenexporteure. Diese Konferenz findet auf Initiative  der Welthandelsorganisation (WTO) und unter Teilnahme der Länder, die 2014 das  Waffenhandelsabkommen unterzeichneten, statt. "Der Waffenhandelsvertrag trat  vor etwa zwei Jahren in Kraft, jedoch von einigen Ländern verletzt.", fügte Macdonald hinzu. Jeden Tag  erlebe  man  zerstörerische Wirkungen von Waffen und Munition, die Saudi-Arabien gegen Zivilisten im Jemen einsetze. Gemäß dem  Waffenhandelsabkommen ist der Verkauf von Rüstungsgütern an  menschenrechtsverachtende Länder für die Unterzeichnerstaaten verboten. Laut der Control-Arms-Direktorin hätten Frankreich, die USA und Großbritannien im Jahr 2015 Waffengeschäfte mit Saudis im Wert   von 18 abgeschlossen, In diesem Jahr hätten auch die USA Waffen im Wert von  5,96 Milliarden Dollar und England  vier  Milliarden Dollar an Riad verkauft.