Die Direktorin der "Control Arms", Anna Macdonald, sagte am Montag zu Beginn der Konferenz über die Kontrolle des globalen Waffenhandels in Genf, die Fortsetzung des Waffenhandels mit Saudi-Arabien belege die Anwendung des Doppelstandard durch die Waffenexporteure. Diese Konferenz findet auf Initiative der Welthandelsorganisation (WTO) und unter Teilnahme der Länder, die 2014 das Waffenhandelsabkommen unterzeichneten, statt. "Der Waffenhandelsvertrag trat vor etwa zwei Jahren in Kraft, jedoch von einigen Ländern verletzt.", fügte Macdonald hinzu. Jeden Tag erlebe man zerstörerische Wirkungen von Waffen und Munition, die Saudi-Arabien gegen Zivilisten im Jemen einsetze. Gemäß dem Waffenhandelsabkommen ist der Verkauf von Rüstungsgütern an menschenrechtsverachtende Länder für die Unterzeichnerstaaten verboten. Laut der Control-Arms-Direktorin hätten Frankreich, die USA und Großbritannien im Jahr 2015 Waffengeschäfte mit Saudis im Wert von 18 abgeschlossen, In diesem Jahr hätten auch die USA Waffen im Wert von 5,96 Milliarden Dollar und England vier Milliarden Dollar an Riad verkauft.
23 August 2016 - 04:39
News ID: 773817
Die Kampagne "Control Arms" hat die Waffenexporteure, insbesondere die USA, Großbritannien und Frankreich, aufgefordert, den Waffenverkauf an Saudi-Arabien wegen seiner Kriegsverbrechen im Jemen zu stoppen.