"Überall auf der Welt sind Jugendliche aufgrund des Anpassungsdrucks durch Gleichaltrige stärker durch Drogenmißbrauch gefährdet als Ältere", kommentierte Boonwaat diese Initiative und verwies dabei auf die Situation im Iran, wo junge Menschen unter dreißig sechzig Prozent der Bevölkerung ausmachen. "Die politisch Verantwortlichen im Iran und die Vereinten Nationen sind besorgt wegen des zunehmenden Konsums halluzigener synthetischer Drogen in dieser Bevölkerungsgruppe." Um dem entgegenzuwirken, sei die Kampagne "Zuhause und in der Schule" als eine wissenschaftlich fundierte präventive Maßnahme gestartet worden.
Durchgeführt wird sie in Zusammenarbeit mit dem iranischen Bildungsministerium, der staatlichen Wohlfahrtsorganisation und der iranischen Hauptstelle für Drogenüberwachung.
"Präventionsprogramme senken die staatlichen Ausgaben für die Folgen des Drogenmißbrauchs, denn dieser führt zu Kriminalität, Krankheiten und Arbeitslosigkeit", sagte Boonwaat. Wie man herausgefunden hat, sind einige Menschen anfälliger für den Konsum von Drogen als andere, beispielsweise Menschen, die in einer Familie mit Drogenmißbrauch aufwachsen, Opfer von Kindesmißbrauch, Schulabbrecher, besonders aggressive Menschen und solche, die schon einmal einen Selbstmordversuch begangen haben.
Babak Dinparast, der Direktor der iranischen Hauptstelle für Drogenkontrolle, sagte bei einer anderen Gelegenheit, dass 345.000 Iraner synthetische Drogen wie beispielsweise Methamphetamine - bekannt als Crystal Meth - konsumieren.