Bei einem Interview mit dem IRIB-Reporter sagte Hossein Amir-Abdollahian: Solte das Urteil vollstreckt werden, so werde es die Gefühle der Muslime verletzen und weltweite Reaktionen auslösen. Er fügte hinzu: Es wird erwartet, dass die saudische Regierung die Vollstreckung stoppt und damit Spannungen in der islamischen Welt vorbeugt.
In Saudi-Arabien verurteilte ein Strafgericht den führenden schiitischen Geistlichen Scheich Nimr al-Nimr zum Tode.
Nimr war im Juli 2012 festgenommen worden, weil er mehr Rechte für die schiitische Minderheit in dem von Sunniten dominierten Königreich gefordert hatte. Im vergangenen Jahr hatte die Staatsanwaltschaft erklärt, sie strebe ein Urteil gegen Nimr wegen Unterstützung von Terroristen an. Ihm wird vorgeworfen, die Proteste gegen die Regierung mit angezettelt zu haben. In diesem Jahr wurden bereits zwei weitere Schiiten im Zusammenhang mit den Protesten zum Tode verurteilt. Unter ihnen ist Ali al-Nimr, der Sohn Mohammed al-Nimrs, der damals noch minderjährig war. Die Urteile wurden bislang nicht vollstreckt.