Die Gespräche finden am Rande der UNO-Generalversammlung statt. Es wird erwartet, dass sich auch US-Außenminister John Kerry und seine Amtskollegen in die Verhandlungen einschalten werden. Im Vorfeld der neuen Verhandlungsrunde hatte US-Chef-Unterhändlerin Wendy Sherman nach amerikanischen Medienberichten erklärt, beide Seiten seien in Schlüsselfragen weit voneinander entfernt, darunter auch in der Frage nach dem Zweck und dem Umfang der iranischen Urananreicherungskapazität. Hingegen ist Irans Außenminister, Mohammad-Dschawad Zarif, optimistisch, dass da eine Einigung erzielt werden kann. Vor seinem Treffen mit dem UNO-Generalsekretär, Ban ki-moon, sagte Zarif am gestern Vormittag, Iran gehe mit ernstem Willen zur Einigung in diese Atomrunde und meine, dass da eine Einigung möglich sei. Teheran besteht zumindest auf einer Beibehaltung der Anzahl der Zentrifugen zur Urananreicherung (19.000) , die allein friedlichen Zwecken diene. Das will der Westen, allen voran die USA, aber nicht akzeptieren und fordert eine starke Reduzierung der Zentrifugenzahl. Im elf Jahre andauernden Konflikt rund um die iranische Urananreicherung soll bis zur Deadline am 24. November eine endgültige Einigung gefunden werden. Bei Verhandlungen in Wien war in grundlegenden Fragen keine Annäherung erzielt worden, daher hatte man sich auf einer Verlängerung der ursprünglich bis 20. Juli befristeten Gespräche geeinigt.