Yildiz sagte am Freitag in Ankara: Bis zu diesem Zeitpunkt haben der Iran und die Türkei keine endgültige Einigung über Ölpreis getroffen, doch bei der Reise des iranischen Präsidenten in die Türkei habe die iranische Delegation einen neuen Vorschlag für den Gasexport unterbreitet, so der Minister.
Die Nachrichtenagentur "Trand" schrieb unter Berufung auf den türkischen Energieminister: Nach diesem neuen Vorschlag könnte der Gaspreis gesenkt werden, doch die Bedingungen seien nicht zugunsten Ankaras. Die derzeitige Gasexportvereinbarung zwischen dem Iran und der Türkei wurde 1996 unterzeichnet, doch die Türkei ist nun der Ansicht, dass der Kauf von iranischem Gas mehr Kosten beinhalte als wenn sie aus Aserbaidschan importiert.
Der Ölpreis für die Türkei wurde nie offiziell bekannt gegeben, doch berichten türkische Medien, dass Ankara pro tausend Kubikmeter Gas aus dem Iran 490 Dollar bezahle, während sie für tausend Kubikmeter Gas aus Aserbaidschan über die Südkaukasus-Pipeline nur 335 Dollar bezahle, und Gas aus Russland koste die Türkei 425 Dollar.
Dem Vertrag zwischen Teheran und Ankara nach exportiert der Iran jährlich zehn Milliarden Kubikmeter Gas in die Türkei. Die Türkei importiert weiterhin 20 Milliarden Kubikmeter Gas aus Russland, und 6,6 Milliarden Kubikmeter aus Aserbaidschan.