Iran ist grundsätzlich gegen den Extremismus und die Gewalttaten, sagte die iranische Außenamtssprecherin Marzieh Afkham am Mittwoch bei einer Pressekonfereny in Teheran.
Bei gewaltsamen Unruhen in der von vielen Uiguren bewohnten westchinesischen Provinz Xinjiang sind am Montag laut Aktivisten fast hundert Menschen getötet oder verletzt worden. Die Zusammenstöße im Bezirk Yarkand am Rande der Taklamakan-Wüste hätten sich ereignet, "als sich Uiguren auflehnten gegen die extreme Regierungspolitik Chinas.", erklärte der Sprecher der Exilorganisation Weltkongress der Uiguren, Dilxat Raxit.
Chinesische Staatsmedien hatten am Dienstagabend berichtet, eine mit Messern und Äxten bewaffnete Menge von Uiguren habe eine Polizeistation angegriffen. Die Polizisten hätten daraufhin "dutzende Menschen" erschossen. Auf der offiziellen Internetseite der Provinzregierung war am Mittwoch von dutzenden Uiguren und Han-Chinesen die Rede, die bei den Zusammenstößen getötet oder verletzt worden seien. Die Han sind das Mehrheitsvolk in China und infolge massiver Zuwanderung nach Xinjiang auch dort mittlerweile die dominierende Volksgruppe.
In Xinjiang gibt es seit langem Spannungen zwischen den Han und der mehrheitlich muslimischen Volksgruppe der Uiguren. Diese fühlen sich durch die systematische Ansiedlung der Han in ihrer angestammten Heimat kulturell, sozial und wirtschaftlich an den Rand gedrängt.