Wie aus den Diplomatenkreisen in Wien dazu heißt, soll an diesem Wochenende der Grundstein zu einem Durchbruch im Atomstreit mit dem Iran gelegt werden: Russlands Außenminister Sergej Lawrow, wird nicht dabei sein, ob Chinas Wang Yi anreist, war am Freitag unklar. Die EU-Außenbeauftragte Cathrine Ashton moderiert einige dieser Treffen. So ist etwa am Sonntag ein Mittagessen geplant, bei dem alle Verhandlungspartner teilnehmen sollen. Die politischen Spitzenrepräsentanten sollen aber vor allem nach Wien kommen, um dort, wo die Verhandlungspartner noch weit auseinander liegen, Brücken zu bauen und auszuloten, wie die Chancen für einen Verhandlungserfolg stehen, meint Michael Mann, Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton . Mann nennt das kurz und bündig "Inventur". Aus Teilnehmerkreisen war auch zu erfahren, dass es - so die Verhandlungsrunde am Sonntag gut läuft - kommendes Wochenende zu einer zweiten, entscheidenden Verhandlungsrunde unter Beteiligung der Spitzenrepräsentnaten kommen könnte. Bei den Gesprächen mit den anderen Außenministern will Zarif auch erwirken, dass die "Wundpunkte" bei den Gesprächen - die Zentrifugenfrage und die Diskussion rund um die Kontrolle der Anlagen - ein Stück entschärft werden, heißt es aus dem Umfeld des iranischen Verhandlungsteams.