21 Juni 2014 - 04:36
Iran drängt im Atomkonflikt auf den Entwurf einer endgültigen Vereinbarung mit der G5+1

Abbas Araghchi, Vizeaußenminister Irans und Verhandlungsführer bei den G5+1-Gesprächen, sagte gestern am Ende des zweiten Verhandlungstages in Wien, dass am heutigen Mittwoch hoffentlich mit der Abfassung des Entwurfs für eine endgülitige Vereinbarung begonnen werden könne. Die bisherigen Gespräche hätten in einer positiven und konstruktiven Atmosphäre stattgefunden.

Der iranische Vizeaußenminister äußerte sich darüber hinaus zuversichtlich, dass beide Seiten bis zum 20. Juli zu einem Endergebnis gelangen können.  Araghchi erklärte, an den Standpunkten beider Seiten hätte sich  konkret nichts geändert. Am wichtigsten sei es, dass es beiden Seiten mit dem Ziel einer endgültigen Vereinbarung ernst meinen. Über die Meinungsunterschiede zwischen beiden Seiten sagte er:  Es gibt zwei Dinge über die man sich einig ist: erstens über die Urananreicherung an sich, d.h. die Fortsetzung der Urananreicherung. Sie wird in der Endvereinbarung stehen, aber wie die Anreicherung aussehen  wird, liegt noch nicht konkret fest.  Zweitens ist man sich über die Aufhebung der Sanktionen einig, jedoch ist noch nicht klar, wie schnell und in welcher Weise sie aufgehoben werden. Araghchi nannte noch weitere Themen, wie die Anlagen in Arak und Fordo, die Anlass von Meinungsunterschieden sind. Auch diese müßten in den Gesprächen noch geklärt werden.