Vor seiner Abreise nach Istanbul äußerte sich Irans Außenminister bei einem Interview mit der Nachrichtenagentur IRNA zum weiteren Verlauf der Atomgespräche zwischen Iran und der G5+1 in den kommenden 2 Monaten angesichts der Tatsache, dass die letzte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis zu Ende ging. „Ich bin weiterhin nicht pessimistisch“, sagte Zarif und unterstrich: „Wenn die andere Seite nicht zu hohe und unrechtmäßige Forderungen stellt, werden wir zu einem Ergebnis kommen.“ Er fuhr fort: „Die Weltmächte sollen aus der Vergangenheit die Lehre gezogen haben, dass nämlich durch Erpressung und Sanktionen keine Einigung und Lösung gefunden wird. Während der 19-monatigen Sanktionen gegen Iran haben wir 19000 weitere Zentrifugen hergestellt.“ Er wies auf die roten Linien der iranischen Regierung bei den Verhandlungen hin und räumte zugleich ein, dass Iran auch versucht, der anderen Seite zu versichern, dass das iranische Atomprogramm für immer friedlich bleibt. „Diese gegenseitigen Sorgen sind nach unserer Ansicht bei den Gesprächen zu vereinigen“, sagte Zarif weiter.
Heute Morgen hat sich Irans Außenminister an der Spitze der iranischen Verhandlungsdelegation nach Istanbul begeben, um mit der Außenbeauftragten der EU Cathrine Ashton Gespräche zu führen.