In dem Interview erklärt Brahimi, er sehe "hoffnungsvolle Anzeichen" in den politischen Verhandlungen zur Überwindung der militanten Auseinandersetzungen in Syrien. Und diese Hoffnung gründe sich vor allem auf die iranische Forderung, alle ausländischen Kämpfer aus Syrien abzuziehen. Der von Iran vorgelegte Vier-Punkte-Plan sei vielleicht noch nicht das perfekte Konzept, so Brahimi, aber zumindest eine Diskussionsgrundlage.
Brahimi, der im September 2012 Kofi Annan als Syrien-Sondergesandter der UNO folgte, beklagte, dass Meinungsverschiedenheiten im UN-Sicherheitsrat und in der Region seine diplomatischen Bemühungen um eine Lösung des Konflikts behindert hätten. "Es gab in dieser Frage eine starke Polarisierung", so Brahimi. Die eine Seite meinte, es könne keine Lösung mit und die andere Seite, es könne keine Lösung ohne Präsident Assad geben. Das ist die Quadratur des Kreises und mußte zwangsläufig zu einem Fehlschlag führen."