So lautete denn auch das Motto der Messe: "Entwicklung der Informationstechnik - ein Schritt in Richtung Bürgerrechte". Im Mittelpunkt standen dabei das Projekt der Verbindung von 1400 ländlichen Regionen durch Breitband-Internet, die Erweiterung der vollkommen auf heimischer Technologie basierenden Glasfaser-Internetverbindung zwischen Teheran und Isfahan auf 400 Gbs sowie der Verbindung zwischen Europa und Asien auf 150 Gbs. Bei der Veranstaltung wurden außerdem hervorragende Wissenschaftler aus den Bereichen Informationstechnik und Kommunikation ausgezeichnet.
"Früher befürchteten wir, dass unsere Jugend durch Videokasetten ihren Glauben verlieren könnten", sagte Präsident Rohani. "Danach war es das Satelliten-Fernsehen, auf das unsere Autoritäten mit Besorgnis reagierten. Und jetzt sind es das Internet und die Handys. Ich dagegen empfehle allen, unserer Jugend zu vertrauen."
Damit, so Rohani, wolle er die nationale Sicherheit nicht vernachlässigen. Selbst die Weltmächte hätten diesbezüglich ihre eigenen Vorkehrungen getroffen. Die Verbreitung von Informationen habe sich in den letzten Jahrzehnten jedoch stark verändert. Jede einmal produzierte Information finde durch das Internet ein weltweites Echo. Das lasse sich weder eindämmen noch rückgängig machen und sei auch kein Grund zu übermäßiger Besorgnis. So habe es sich gezeigt, dass das Satelliten-Fernsehen auf die religiösen Überzeugungen der Menschen und ihr Verhalten keinen Einfluss habe. Es sei nicht Aufgabe der Regierung, die Werte der iranisch-islamischen Kultur durchzusetzen, sondern vor allem die jungen Menschen und die Nichtregierungsorganisationen sollten sich dafür engagieren und dabei auch die moderne Kommunikationstechnologie nutzen.