In mehreren Städten explodierten am Montag Bomben vor Wahllokalen, in denen Polizisten und Soldaten vorab ihre Stimmen für die Parlamentswahl abgaben, wie die Behörden mitteilten. Dutzende Menschen wurden dabei verletzt. Am 30. April sind alle übrigen Iraker aufgerufen, bei der ersten Parlamentswahl seit Abzug der US-Streitkräfte über ihre Volksvertreter abzustimmen. Allein in Bagdad kamen bei zwei Selbstmordanschlägen 9 Sicherheitskräfte ums Leben, 23 wurden verletzt. Sechs Polizisten und ein Soldat wurden in der nördlichen Stadt Kirkuk getötet, vier weitere Sicherheitsbeamte in der Stadt Tikrit. Insgesamt gab es in beiden Städten 18 Verletzte. In Mossul im Nordirak starb ein Soldat bei einer Explosionsserie, 22 Menschen wurden verletzt - unter ihnen 6 Journalisten. Rund 21 Millionen Iraker sind wahlberechtigt. Insgesamt bewerben sich mehr als 9000 Kandidaten um 328 Mandate.