Nach dem schweren Zugunglück in der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der Todesopfer deutlich gestiegen. Es seien mindestens 57 Menschen getötet worden, sagte Regierungssprecher Lambert Mende am Mittwochabend der Nachrichtenagentur AFP. Nach anderen Meldungen wurden bereits hundert Leichen geborgen. Es wirde befürchtet, dass die Opferzahl noch weiter steigt. Der Unglückszug war am Dienstag in der Nähe der Ortschaft Kamina in der an Bodenschätzen reichen südöstlichen Provinz Katanga entgleist. Die genaue Ursache ist noch nicht bekannt. Zugunglücke kommen im Kongo relativ häufig vor. Das Bahnnetz stammt noch aus den Zeiten der belgischen Kolonialherrschaft, seit der Unabhängigkeit des zentralafrikanischen Staates wurde es nur selten gewartet. Mit Hilfe der Weltbank ist die Staatsbahn gerade dabei, die veralteten Züge und Schienen zu erneuern.