Die israelische Zeitung „Haaretz“ (Mittwoch) führte dafür zwei Gründe an. Zum einen warteten beide Seiten auf US-Vermittler Martin Indyk. Zum anderen widerstrebe es Israel, am Tag des Begräbnisses eines erschossenen Polizeioffiziers Friedensgespräche abzuhalten. Der israelische Polizeioffizier wurde am Montag von einem mutmaßlichen Palästinenser bei Al Khalil (Hebron) mit einer automatischen Waffe erschossen. Die USA bemühen sich derzeit, ein Scheitern des Nahost-Friedensprozesses zu verhindern. Ursprünglich wollte Außenminister John Kerry bis zum 29. April einen fertig ausgehandelten Friedensvertrag erreichen. Die Verhandlungen ziehen sich bereits seit neun Monaten hin. Der Versuch, eine Einigung auf eine Zweistaatenlösung zu finden, war zuletzt in eine schwere Krise geraten, weil sich die Palästinensische Autonomiebehörde nicht verpflichten wollte, die Gespräche über den 29. April hinaus fortzuführen. Israel sagte daraufhin die zugesagte Begnadigung und Freilassung einer Anzahl inhaftierter Palästinenser ab. Der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, reagierte darauf mit zahlreichen Aufnahmeanträgen für internationale Organisationen und der Unterzeichnung von Verträgen