15 April 2014 - 05:32
In Teheran verschwinden die Gärten

Die rapide Urbanisierung, einhergehend mit steigenden Grundstückspreisen und Mieten, hat am Rande des Alborz-Gebirges - insbesondere in Teheran - in den vergangenen Jahrzehnten zu einer erheblichen Verschlechterung der Umweltverhältnisse geführt. Das stellte kürzlich die Teheraner Umwelt-Kommission fest.

Mohammad Haqqani, der Vorsitzende dieser Kommission, berichtete, dass innerhalb der letzten Jahre viele Hektar Gartenland in Teheran für den Bau von Häusern und Straßen aufgegeben worden sind, was zu besorgniserregenden Umweltproblemen geführt hat. Mit Blick auf die hohe Luftverschmutzung sagte er: "Teheran ist in die Falle von Eisen und Smog geraten und leidet jetzt unter Atemnot." Für diese zerstörerische Entwicklung macht Haqqani den Anstieg der Preise für Grundstücke und Häuser in der City und die Umwandlung der Immobilien von Eigenbedarf in Kapitalanlagen verantwortlich.

Allein in den vergangenen drei Monaten, so Haqqani, sind Gärten in einer Größe von 3.900 Hektar verloren gegangen. Zwar solle mit dem städtischen "Grüner-Gürtel"-Projekt diesem Prozess entgegengewirkt und dessen Auswirkungen so weit wie möglich rückgängig gemacht werden, doch seien davon bisher gerade einmal fünf Prozent realisiert worden.

Haqqani bekräftigte, dass es sich beim Umweltschutz um eine nationale Verantwortung handelt. Alle Handlungen, die zu irreparablen Umweltschäden führen und künftige Generationen belasten, seien verboten. Gegen die Umweltzerstörung, vor allem gegen die Luftverschmutzung, sei es beispielsweise wichtig, viele neue Bäume zu pflanzen und sie durch Identitätskarten vor dem Fälllen zu schützen.