Zahlen der Regierung in Bagdad deuteten darauf hin, dass bereits rund 400.000 Iraker wegen der Kämpfe in der westirakischen Provinz al-Anbar ihre Häuser verlassen haben. Das geht aus einem UNO-Bericht hervor, der gestern im Sicherheitsrat vorgestellt wurde.
Seit Anfang des Jahres kommt es in al-Anbar immer wieder zu Kämpfen zwischen Regierungstruppen, sunnitischen Bürgerwehren und Mitgliedern der Gruppe Islamischer Staat im Irak und Syrien (ISIS). Gleichzeitig versucht ISIS ihr Einflussgebiet in der nördlich von Bagdad gelegenen Provinz Dijala auszuweiten.
Die Nachrichtenagentur Sumeria News meldete heute, binnen 24 Stunden seien Hunderte Familien aus Dörfern im Bezirk Karatepe geflohen. Sie seien zuvor von ISIS bedroht worden.