20 Februar 2014 - 20:30
Zeitung: Jordanien wird zum wichtigsten Stützpunkt der Rebellen in Syrien

- Jordanien verwandelt sich in einen wichtigen Stützpunkt der bewaffneten Einheiten der Assad-Gegner, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

Mehrere Golf-Staaten wollen die Aufständischen mit Flugabwehrraketen für den Kampf gegen die syrischen Luftstreitkräfte versorgen. In den USA wird behauptet, dass nicht der Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, sondern die Änderung des Kräfteverhältnisses das Ziel  sei. Die Freie Syrische Armee (FSA) mit ihrem neuen Kommandeur Abdel Illah al-Baschir bereitet sich auf eine Offensive vor. Der Wechsel an der Kommandospitze wurde von Experten als Zeichen der Bereitschaft der „Freunde Syriens“ bewertet, die syrische Opposition zu bewaffnen. Die syrischen Rebellen würden die USA dazu drängen, Waffen für den Kampf gegen Assad zu liefern, schreibt die „New York Times“. Ein gutes Argument sind die stockenden  Friedensgespräche in Genf. „Die vielen Versprechen wurden nicht erfüllt. Jetzt haben wir ernsthaftere Versprechen“, zitiert die „New York Times“ den  Kommandeur der Oppositionsregierung, Asad Mustafa. Angesichts des drohenden Scheiterns der Friedensgespräche sind die Geldgeber eher bereit, die syrischen Oppositionskämpfer mit Waffen zu versorgen. Die Rebellen fordern Waffen zur Bekämpfung der syrischen Luftstreitkräfte. „Wir hoffen, dass Präsident Obama versteht, dass er sich nicht auf das syrische Regime verlassen kann“, so Mustafa. „Wir hatten recht, als wir sagten, dass dieses Regime nur die Sprache der Gewalt versteht“, so Mustafa. Nach Angaben der libanesischen Zeitung „Daily Star“ wollen die Rebellen eine Offensive auf Damaskus beginnen. Die Extremisten wurden in Jordanien von westlichen, vor allem US-Experten, ausgebildet. „Die Provinz Deraa ist das Tor nach Damaskus. Der Kampf um Damaskus beginnt hier“, so Feldkommandeur Abdullah al-Karasi. „Jetzt haben wir Garantien, Waffen nur von Ländern zu bekommen, die die Revolution gegen Assad unterstützen. Falls die Versprechen erfüllt werden, können wir mit Hilfe von oben das Zentrum der Hauptstadt erreichen“ Die Schlacht um Deraa soll kurz vor einer weiteren Runde der Syrien-Verhandlungen im März beginnen. Teile von Deraa werden von den Aufständischen kontrolliert. An der Offensive auf Damaskus wollen sich Tausende Extremisten beteiligen. Den USA geht es dabei nach eigener Aussage nicht um einen militärischen Sieg, sondern darum, Assad Zugeständnisse bei den Friedensverhandlungen abzuringen.