14 Februar 2014 - 20:30
Irans Botschafter in Russland: Wir bestehen auf Raketenlieferung aus Russland

- Teheran betrachtet den Vertrag mit Russland über Lieferungen von S-300-Raketenkomplexen als legitim und besteht laut dem iranischen Botschafter in Russland, Mehdi Sanai, auf dessen Erfüllung.

„Es war die Rede unter anderem davon, dass dem Iran andere Raketensysteme angeboten werden, wir möchten aber, dass der Liefervertrag über S-300 erfüllt wird“, betonte der Diplomat in einem Interview mit RIA Novosti.
Mitte Januar hatte AFP unter Berufung die iranische Nachrichtenagentur FarsNews mitgeteilt, dass Teheran die Variante erwägt, statt der S-300-Systeme andere Raketenkomplexe geliefert zu bekommen. 
Irans Offizielle, unter anderem Außenminister Mohammad Dschawad Zarif, dementierten allerdings die Informationen, laut denen der Iran am Erwerb von russischen Luftabwehrsystemen des Typs Antej-2500 anstelle der nicht gelieferten S-300-Systeme interessiert ist.
Der Vertrag über die Lieferung von S-300 an den Iran war Ende 2007 unterzeichnet worden. 2010 nahm Russland allerdings Abstand von den Lieferungen, nachdem die Uno Sanktionen gegen Teheran beschlossen hatte, mit denen die Lieferungen moderner Waffen an den Iran verboten wurden.
Darauf reichte Teheran eine Klage gegen das russische Waffenhandelsunternehmen Rosoboronexport mit einer Forderung in Höhe von vier Milliarden Dollar wegen Vertragsverletzung beim Internationalen Schiedsgericht in Genf ein.