Bei der gewaltsamen Räumung wurden 35 Aktivisten verwundet.
Die israelische Armee löste am Freitag das Protestcamp von Palästinensern und internationalen Unterstützern im Westjordanland auf. An dem Einsatz in der Ortschaft Ain-Hidschleh waren nach Angaben des Militärs neben Soldaten auch Grenzbeamte und Polizisten beteiligt. Der Protest richtete sich gegen Vertreibungen aus dem von Israel besetzten Gebiet und die Ankündigung der israelischen Regierung, im Falle eines Friedensabkommens den Rückzug aus dem Jordantal zu verweigern. Die Einsatzkräfte hätten das Camp mitten in der Nacht »unerwartet geräumt« und seien »sehr gewalttätig« vorgegangen, sagte die Aktivistin Diana Al-Seer. Laut dem UN-Koordinator für die Palästinensergebiete, James Rawley, wurden im vergangenen Jahr im Westjordanland und in Ostjerusalem mehr als 1000 Menschen durch den Abriß ihrer Häuser vertrieben.