3 Februar 2014 - 20:30
Iran: Gesetz gegen Luftverschmutzung wurde dem Parlament eingereicht

Wie Massoumeh Ebtekar, die Direktorin des iranischen Umweltbehörde, mitteilte, wurde dem iranischen Parlament der Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung der Luftverschmutzung eingereicht.

Bei einer von Künstlern organisierten Konferenz unter dem Titel "Bündnis der Zivilgesellschaft und Verwaltung für einen blauen Himmel" erläuterte Ebtekar die bereits von der Regierung ergriffenen Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität. Ein weiterer Schritt sei die Besteuerung von Autobesitzern je nach dem Ausmaß der Schadstoffproduktion ihrer Fahrzeuge. Diese Steuern sollen für den Straßenbau und dafür verwendet werden, schrottreife Autos aus dem Verkehr zu ziehen.

Das Ölministerium, berichtete Ebtekar, habe mit dem Vertrieb von Benzin nach der verschärften Abgasnorm Euro 4 begonnen, und bald wird diese für das ganze Land gelten. Gleichzeitig steht die Produktion von Elektro- und Hybridautos ganz oben auf der Agenda des Ministeriums für Industrie, Bergbau und Handel. Dabei gehe es vor allem darum, den Benzinverbrauch zu reduzieren. Der landesweite Energiekonsum sei im Vergleich zu vielen industrialisierten Ländern immer noch zu hoch, weshalb die bisherige Subventionspolitik überdacht werden muss.

Als beispielhaft würdigte Ebtekar den Entschluss iranischer Künstler, die ihnen monatlich vom Staat übewiesene Subventionszahlung für Umweltprojekte zu spenden. Dies sei ein außerordentlich wichtiger Beitrag, um in der breiten Öffentlichkeit ein Bewußtsein für die Umweltproblematik zu wecken.